Die Wyckoff-Fibel10
Lektion 10 Anwendung Interaktiv
№ 10 — DE
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Lektion 10 · Anwendung

Wyckoff in der Praxis.

Alles zusammengeführt: der Fünf-Schritte-Ansatz, relative Stärke, der Einstieg am letzten Stützpunkt, der Stop unter dem Spring und das Ziel aus dem Count. Aus der Theorie wird ein wiederholbarer Plan — und am Ende eine Checkliste für jeden Trade.

Lesedauer12 Min.
NiveauAnwendung
InteraktivTrade-Setup
Abb. 1 · Einstieg · Stop · Ziel
ein vollständiger Trade
00Vorgehen

Der Fünf-Schritte-Ansatz.

Wyckoffs systematischer Weg von der Marktlage zum einzelnen Trade. Erst der Gesamtmarkt, dann der Einzelwert, dann das Timing.

1
Trend des Gesamtmarkts bestimmen

Wo steht der Markt — und wohin dürfte er gehen? Position und wahrscheinliche Richtung des Index klären, bevor man Einzelwerte betrachtet.

2
Stärkste Werte wählen (relative Stärke)

Werte, die stärker als der Index steigen und schwächer fallen. In der Akkumulation: solche, die sich der allgemeinen Schwäche widersetzen.

3
Ursache abschätzen

Werte mit ausreichend aufgebauter Ursache suchen — genug Akkumulation für ein lohnendes Ziel (Point-&-Figure-Count aus Lektion 09).

4
Handelsbereitschaft prüfen

Bestätigen, dass der Wert bereit ist: Spring, Test, SOS, LPS — oder die entsprechenden Distributions-Signale für Short-Setups.

5
Timing über den Gesamtmarkt

Den Einstieg mit einer Wende des Gesamtmarkts abstimmen. Die meisten Werte folgen dem Index — gemeinsames Timing erhöht die Trefferquote.

01Das Setup

Einstieg, Stop und Ziel.

Der hochwertigste Long-Einstieg liegt am Last Point of Support — nach Spring, Test und SOS. Verschieben Sie den Stop und sehen Sie, wie sich das Chancen-Risiko-Verhältnis verändert.

Long am LPS

Akkumulation → Markup
Stop-Abstand unter LPSmittel

Trade-Plan

CRV
  • Einstieg (LPS)Höheres Tief nach dem SOS
  • StopUnter dem Spring-Tief
  • Ziel (Count)Aus der Breite der Ursache

CRV 1 : 3,5

Chance pro Einheit Risiko

Disziplin: Der Stop gehört unter das Tief des Springs — wird es unterschritten, war die Lesart falsch. Ein enger Stop verbessert das CRV, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, ausgestoppt zu werden. Die Range gibt den Rahmen vor, nicht der Wunsch.

02Auswahl

Relative Stärke.

Unter vielen Kandidaten gewinnt der, der sich der Schwäche des Gesamtmarkts widersetzt. Relative Stärke in der Akkumulation verrät, wo der Composite Man besonders aktiv ist.

Relative Stärke · Long

Fällt weniger, steigt mehr

Während der Index ein neues Tief macht, hält der Wert sein Tief — oder bildet ein höheres. Beim Markup führt er den Index an. Das ist die Spur außergewöhnlicher Nachfrage.

  • Hält, wenn der Markt fällt
  • Führt, wenn der Markt steigt
Relative Schwäche · Short

Steigt weniger, fällt mehr

Während der Index ein neues Hoch macht, schafft der Wert es nicht mehr. Beim Markdown fällt er schneller. Das verrät außergewöhnliches Angebot — der Kandidat für die Short-Seite.

  • Stockt, wenn der Markt steigt
  • Führt nach unten, wenn der Markt fällt
03Checkliste

Die Wyckoff-Checkliste.

Vor jedem Trade durchgehen. Je mehr Punkte erfüllt sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit — ein einziges hartes Nein genügt, den Trade zu verwerfen.

04Abschluss

Vom Schema zum eigenen Auge.

Sie kennen jetzt die drei Gesetze, den Zyklus, beide Schemata, die Phasen, Spring und Upthrust, Ranges im Trend und die Kurszielbestimmung. Der Rest ist Wiederholung — bis Sie den Composite Man im Chart sehen, ohne nachzudenken.

01
Kontext zuerst

Gesamtmarkt, dann Range, dann Ereignis. Ein Signal ohne Kontext ist wertlos.

02
Warten können

Die besten Trades verlangen Geduld bis Phase C/D. Frühe Einstiege sind teure Einstiege.

03
Mit dem Plan handeln

Einstieg, Stop, Ziel stehen vor dem Trade fest. Die Range — nicht die Emotion — bestimmt sie.

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Volumenanalyse
Wyckoffs „Aufwand vs. Resultat" — Balken für Balken gelesen.
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